Pressemitteilung: Verstorbenenüberführungen PDF Drucken

 

Aus Anlass der aktuellen Vorkommnisse möchte die Bestatter-Innung von Berlin und Brandenburg noch einmal auf einige Punkte zum Thema Verstorbenenüberführung hinweisen.

 

- Verstorbene dürfen gemäß der Vorgaben der Landesbestattungsgesetze der Länder Berlin und Brandenburg nur in Fahrzeugen überführt werden, die ausschließlich für den Transport von Verstorbenen bestimmt und hierfür eingerichtet sind. Gegen hiervon abweichende Praktiken geht die Bestatter-Innung von Berlin und Brandenburg bei Bekanntwerden auch mit juristischen Mitteln vor.

- Verstorbene sollten stets auf direktem Wege überführt werden. Unbeaufsichtigtes Abstellen eines beladenen Bestattungsfahrzeuges sollte nach Möglichkeit vermieden werden. Ein Abstellen eines beladenen Fahrzeuges für einen längeren Zeitraum oder gar über Nacht ist aus Sicht der Innung, weder unter dem Aspekt der Sicherheit vor Diebstählen, noch vor dem Hintergrund der hierbei nicht möglichen Kühlung, vertretbar.

- Sammelüberführungen werden insbesondere zum Zwecke der Überführung Verstorbener in ferner gelegene Krematorien durchgeführt. Dies geschieht, da ein etwaiger Preisvorteil durch geringere Krematoriumsentgelte ansonsten durch die höheren Kosten einer Einzelüberführung aufgehoben werden würde. Der Totenfürsorgeberechtigte hat in diesem Zusammenhang das Recht zu erfahren und zu entscheiden in welchem Krematorium sein Angehöriger eingeäschert wird und wie er dorthin befördert werden soll. Die Innung empfiehlt diese Fragen im Beratungsgespräch beim Bestatter anzusprechen.

Zur Beantwortung weiterer Fragen steht Ihnen die Bestatter-Innung von Berlin und Brandenburg jederzeit herzlich gerne zur Verfügung.